
Ein Irrenhaus voll kreischender Kinder
Es kriecht, es flitzt, es schwebt – ein Sammelsurium aus selbstgemalten und gescannten Tieren wie Eidechsen, Krokodilen und Fröschen bevölkert einen digitalen Spielplatz. Alles zappelt. Mittendrin ein Irrenhaus voll mit kreischenden und motorisch übermotivierten Kindern. Denn die Tiere kann man zerquetschen. Bunte Farbexplosionen verteilen sich über die ganze Fläche, sobald sie eins erwischen.
Ein zehn Meter hoher digitaler Wasserfall
Ich lasse den Pulk der notorischen Quälgeister hinter mir und folge dem Licht aus der Dunkelheit. Einen schmalen Gang entlang. An den Wänden begleiten mich seltsame Figuren japanischen Ursprungs. Sie weisen mir den Weg. Am Ende des Tunnels Licht. Ein gigantischer Raum öffnet sich – eine meterhohe Klang- und Lichtimmersion, ein wahrer Farbrausch. Buchstäblich jede Fläche ist in Licht getaucht. Ein zehn Meter hoher digitaler Wasserfall stürzt die Wand herab und fließt weiter den Boden entlang. Dazwischen ein Meer japanischer Kirschblüten. Die Wasserstrahlen reagieren auf die physische Anwesenheit ihrer Betrachter und umfließen diese. Alles ist in Bewegung wandelt sich, entsteht und vergeht. In unterschiedlichen Rhythmen und Geschwindigkeiten.
Eine Herrschar synchronisierter Projekten
Die Macher der Installation unterscheiden nicht zwischen Kunst und Natur. Für Teamlab ist es es eins. Eine ganze Heerschar synchronisierter Projektoren verwandelt die Grande Halle de la Vilette in Paris in eine Welt voller fantastischer Dinge. Vielfache Partikelsysteme und zahlreiche autonome Agenten im Schwarmmodus erwecken diese Welt zum Leben. Mal sind es Kirschblüten, mal Sonnenblumen, mal Bäume – mal regnet es, mal schneit es, mal zieht ein magischer Regenbogen seine Bahnen. Ab und an zieht ein Vogelschwarm seine Runden und kondensiert seine Spuren als Lichtbögen. Das weltweit agierende multidisziplinäre Kollektiv aus Japan lotet die Grenzen des Machbaren aus. Die mehrere Installationen umfassende Ausstellung ist in Europa zum ersten Mal zu sehen.
28.08.2018
Weitere Artikel

What You See Is Not What You Write

Miguel Chevaliers digitale Welten im Grand Palais Immersif

Hommage an einen Visionär der Mode: Christian Dior

Blick in die Zukunft immersiver Kunst

Sardinen wie Sand am Meer, die Fischmetropole Frankreichs

Geist in der Maschine: Bereit für digitale Transformation ?

Wenn DALL-E und ChatGPT zusamen rappen

Texter warm anziehen und ChatGPT spazieren führen

Wo ist Party, Digga ???

Ion zum Best Art & Experiment Fulldomefilm gekürt

Zwangsjacke des Corporate Design

VR One (But Many) Ausstellung

Im Visier: Antisemitismus in Deutschland

Kopfschmerzen vom Gaming

Fulldomefestival Motus in Taiwan zeigt Circle Circus

Absurdität als existenzielle Einsicht

It makes little difference what kind of man you are

Vom TV-Zombie zum Socialmediajunkie

Buffer Overflow des preußischen Sortierzwangs

Abflug ins Nirvana

Gelbschirme, Gelbwesten, wegen Geld auf die Straße

Gestaltpsychologischer Assembler früher Computerspiele

Internationales Fulldome Streaming Festival zeigt beyond

Coronaparty im Zombiemodus

Das moorsche Sklavenschiff amerikanischer Utilitaristen

Blitzlichtgewitter auf der Luminale in Frankfurt

Augenartists und Autofonts: Zachary Lieberman hilft Sprayern und Toyota

Wo Licht ist, ist auch Schatten: das Immersive Art Festival in Paris

Medium nicht Werkzeug

Jenseits von Gut und Böse

Zwischen Henry Ford und Charles Darwin: Die Bienenkönigin Neri Oxman

Polyeder und Photonen

Einmal Rolle rückwärts

Konservativ oder subversiv bis auf die Knochen

Apokalypse now

Atonal brutal

Die kleine Schwester des Bauhauses

Negativen Raum gestalten

Mit 8k gegen die Kuppelwand

Rekursive Systeme mit fundamentalen Frequenzen

Dämon in der Maschine

Internationales Fulldomefestival Jena mit aquafloat und circlecircus

Zeit ist relativ

Spacejazznights mit aquafloat

Smog auf Augen und Ohren

FFF auf Medienkunstfestival B-Seite zu sehen

Architektur und Design als gesellschaftliche Identität

Ein Raumschiff wie eine Orgel gebaut

Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein ?

Nadeln im Heuhaufen

Die Kreisatur des Quadrats

Das Haus mit der eulerschen Zahl

Licht am Ende des Tunnels

Signale aus dem Hier und Jetzt

Die Welt kodieren

Aliens über Amsterdam

Kunst im Dunst

Mapping-Workshop mit Lucas Gutierrez

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern

Die KI-Büchse der Pandora

Die Törtchen des Walter Gropius

Von Künstlern und Wissenschaftlern

Brahms pfeift aus dem letzten Loch

Mut zur Wut Finalist 2017

Technobomben über Belgrad

Geräucherter 3D Schinken im Barockrahmen

Streetart als kulturelles Bedürfnis

Mut zur Wut Finalist 2016

Corporate Geometry

30 Jahre Plakatwettbewerb des deutschen Studentenwerks

Stuhlexperiment im Niggli-Verlag

Silber beim Creative Media Award 2014

Wien: Stadt des Ornaments und Verbrechen

Relaunch der Website marekslipek.de
