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What You See Is Not What You WriteWhat You See Is Not What You Write

Vom künstlichen Fachidiot zum hollywoodreifen Kinderzimmerproduzent: Künstliche Intelligenz hat die Welt der Bildgenerierung im Sturm erobert. Systeme wie Midjourney, Stable Diffusion oder DALL-E zaubern beeindruckende Bilder aus scheinbar beliebigen Texteingaben. Doch so faszinierend die technologischen Errungenschaften auch sind, so offensichtlich treten ihre Schwächen zutage. Von semantischer Sparpragmatik bis zum stochastischen Pixelpurée offenbart sich die Kluft zwischen dem, was die Maschine berechnet, und dem, was der Mensch intendiert.

Experimentelle Gestaltung in Midjourney

Künstliche Maschine als Meister ästhetischer Kopie

AIs sind hochspezialisierte aufgabengebundene Netzwerke. Ihr Talent? Die perfekte Reproduktion von Bildmustern. Ihre Schwäche? Fehlende Semantik. Ohne ein solides Konzept bleibt das Ergebnis ein vorhersehbares Klischee. Der Prompt liefert die Idee, die Maschine setzt sie um. Doch die Translationshürde zwischen Prompt und Bild ist hoch. Wer einen detaillierten Promptroman verfasst, wird mit widersprüchlichen, erratischen Bildvorschlägen bestraft. Wer zu vage bleibt, erhält generische Massenware. Die intelligente Mustererkennung der Systeme gleicht einer ästhetischen Kopiermaschine, die existierende Werke analysiert und reproduziert – wenn auch zuweilen mit unterschiedlichem Erfolg. Stilistische Perfektion kann dabei schnell in den Verdacht des juristischen Plagiats durch statistische Referenzen geraten. Denn wessen Stil wird hier wirklich genutzt ? Und inwiefern ist das Training dieser Systeme ein undurchsichtiger Datenraubzug ?

Grenzen des Prompts: Was du schreibst, ist nicht, was du bekommst

What you write, is what you see, but you don’t know what the machine sees: Der Prompt ist nicht nur Werkzeug, sondern auch Limitierung zugleich. Zwischen sprachlicher Beschreibung und visuellem Ergebnis klafft eine Lücke. Der Prompter ist gefangen zwischen semantischer Lyrik und pragmatischer Kürze. Dabei lassen sich zwei wesentliche Kategorien von Prompts unterscheiden. Der Styleprompt legt syntaktisch den visuellen Stil fest. Der Inhaltsprompt bestimmt das Motiv und damit das semantische Konzept. Der Inhaltsprompt gelingt über Sprache solange die Szenerie übersichtlich bleibt. Mit zunehmender Komplexität und Akteueren im Bild wird das Ergebnis unvorhersehbar und oft nicht genau steuerbar – im Grunde ein Albtraum im Produktionsprozess. Sowohl Glück als auch Geduld werden beim KI-basierten Entwerfen gebraucht. Effiziente und zielgerichtete Werkzeuge sehen anders aus.

Der Styleprompt ist sogar noch deutlich komplizierter sprachlich zu beschreiben als der Inhaltsprompt. Gestalter haben oft sehr spezifische Vorstellungen von Stilistik, die sich mit Sprache nur bedingt beschreiben lassen. Nur Prompter ohne visuelles Interesse geben sich mit den Stilistikvorschlägen einer KI-Maschine zufrieden. KI kopiert Stil oberflächlich formal – weil Sie die Inhaltlichkeit einer Gestaltungsrichtung nicht verstehen kann – daher sehen Kopien bekannter Künstler oft enttäuschend aus. Gestaltung visualisiert jedoch in erster Linie einen Denkprozess und keine formal oberflächliche Spielerei. Zudem produziert KI mit Vorliebe visuell spektakuläre, aber inhaltlich oft absurde Bilder. Die überbordende fantastische Assoziationstendenz der Systeme sorgt für hollywoodreife Bildwelten künstlicher Kinderzimmerproduzenten. Im Design verwendete Kreativität ist jedoch oft subtiler und muss meist auch noch genau gesteuert werden können, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.

KI-Dilemma der Energieverschwendung für Mittelmaß

Künstliche Bildgenerierung ist ressourcenintensiv. Der hohe Energieverbrauch künstlicher Bildgeneratoren steht nicht immer im Verhältnis zum erzielten Ergebnis. Ohne klare ästhetische Referenzen, iterative Promptverbesserung und gezielte Varianzkorrekturen bleibt das Resultat bloßes Mittelmaß. Es ist paradox: Um die Bildlücken der Technologie zu kaschieren, muss der Mensch eingreifen – sei es durch aufwändiges Prompting oder Bildrefernzen, die Ästhetik erst numerisch für eine KI verwertbar machen.

KI-Agenten sind Werkzeuge visueller Konzeptgestalter

Letztlich bleibt die Frage: Welche Art von Intelligenz steckt in KI ? Keine konzeptionell kreative Intelligenz, eher eine stochastisch-technische Bildgenerierungsintelligenz, die dem Benutzer den formalen Teil der Darstellungskreativität abnimmt. Sie vermengt Inhalte auf statistischer Ebene, ohne sie im Kern zu verstehen. Gezielte Semantik entsteht nur dort, wo der Mensch sie gezielt vom System einfordert. Mit individuellen ästhetischen Referenzbildern, eigenen Loras und kreativer Kombination verschiedener KI-Spezialisten, um komplexere Gestaltungsaufgaben zu lösen, kann jedoch KI zu einem mächtigen Werkzeug werden. Aber ohne starkes Konzept bleibt auch das beste Tool nur ein rein technisch formaler Bildgenerator, der seine Nutzer entweder in Konzeptstärke oder in ideenloser Oberflächlichkeit spiegelt.

30.03.2025

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