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IMPRESSUM & DATENSCHUTZ

Design

Ich bin Marek Slipek und Kommuni­kations­designer mit Infor­matik­hinter­grund. Meine Stärke liegt in einer metho­disch kreativen Arbeits­weise. Hierzu bediene ich mich eines visuel­len Voka­bulars, um Infor­mation in Form zu codieren. Wie ein Bild­hauer lege ich dazu die Form aus der Infor­mation frei. Wie ein Archi­tekt gebe ich vor­han­dener Infor­mation Struktur. Wie ein Infor­matiker bediene ich mich einer stringen­ten inneren Logik. Wie ein Künstler breche ich Erwartungs­haltungen, um Auf­merk­samkeit zu er­zeugen. Wie ein Musiker bringe ich das Ergebnis zum Klingen.

kode8 / Corporate Design
Das Corporate Design besteht aus Linien, die den zur Verfügung stehen­den Raum rhythmisch struktu­rieren. Jede dieser Linien setzt sich wiederum aus acht Sub­linien zusammen. Diese Struktur ist mit der Ein­heit acht kodiert – daher auch der Name kode8. Das seitlich nummerier­te Papier verweist einer­seits auf Code­-Editoren und ist anderer­seits eine Remin­iszenz an frühe Tage der Program­mierung mit Nadel­druckern als einzigem Ausgabe­medium. So wird subtil auf die profunden IT-Kenntnisse des Program­mierers hin­gewiesen, der hier seine Dienste anbietet.

www.kode8.de
Elektrotechnik / Webdesign
Ein Typo3-System zeichnet sich durch normierte Gestaltung aus. Schließlich soll es von Content­-Redakteuren ohne gestal­terisches Vermögen bedient werden, was sich oft im visuellen Ergebnis von CMS­-Systemen nieder­schlägt. Mit dieser Web­seite zeige ich, dass eine offene und lebendige Gestaltung in starren CMS­-Systemen möglich ist – wenn man es versteht mit den wenigen im Typo3 zur Verfügung stehenden Mitteln gestal­terisch und kreativ denkend umzu­gehen. So gelingt ein an Editorial Design angelehntes Gestalten im Web.

www.hs-mannheim.de/elektrotechnik
recruitment factory / Corporate Design
recruitment factory ist ein Personal­dienst­leister im medizi­nischen Bereich. Der vertikale Balken stellt das zentrale wieder­kehrende Element des Corporate Designs dar. Im Kleinen fungiert es als Buchstabe, im Großen als Fläche. Es symbo­lisiert konkret den fehlenden Buchstaben »i« um das Wortbild »recruitment« exakt zu ergänzen – und beschreibt gleich­zeitig die Kern­kompetenz des Personal­dienst­leisters, den optimalen Mit­arbeiter für die vakante Stelle im Unter­nehmen zu finden. Orange ist hier bewusst als konträre Farbe zum brachen­üblichen Blaugrün gewählt und unterstreicht die Aktivität des Head­huntings. Eine Durch­leuchtung von Bewerbern stellt einerseits den Bezug zur Medizin her anderseits zum Prozess des Head­huntings.
Carl Bosch Schule / Corporate Design
Das Corporate Design leitet sich von der Architektur des Schul­gebäudes ab. Beton­bänder wechseln sich mit Glas­bändern ab. Das Logo visualisiert eine Treppe, die gesell­schaft­lichen Aufstieg ermöglicht. Darüber hinaus wird die Verzahnung von Wirtschaft und Schule im dualen Ausbildungs­system symbolisiert. Ganz gleich ob Web oder Print: Im Layout wird die zur Verfügung stehende Fläche stets in der Mitte in zwei Bereiche geteilt. Der obere Teil wird zum Bild, der untere zur Farbfläche mit Beschriftung. Ein Farb­system kennzeichnet die verschiedenen Schul­arten.

www.cbs-heidelberg.de
Ilan Bendahan Bitton / Logo, Illustration, Webseite
Das Logo des Pianisten Ilan Bendahan Bitton ist reduziert auf seinen Vornamen »ilan« – dargestellt als Balken unter­schiedlicher Länge, die zu Tasten eines Klaviers werden und den Kammer­ton a umschließen: den Grundton west­licher Musik. Schwarz und Weiß, die Farben eines Klaviers, sind auch die Farben des Logos. Das Rot taucht auf der Web­seite als farbige Fläche auf und symbolisiert zum einen die Präzision des Klavier­spielers. Zum anderen zeigt es als Fläche hinter geschriebenem Text die Fähigkeit des Pianisten, hinter die Dinge zu blicken und mit Ein­fühlungs­vermögen spielen zu können.
Eyedesign Photography / Responsive Webdesign
Zwei Fotografen, zwei Standorte – der eine in Berlin, der andere in Mannheim. Daraus resultiert eine Web­seite mit zwei Spalten und zwei Bereichen: Corporate Portraits und Lifestyle. Die Bilder stehen hier im Vorder­grund und werden durch den grauen Unter­grund zum Leuchten gebracht. Eine schlanke Web­seite, die mit einem minimalen ordner- und text­basiertem selbst­erstellen Content­-Management­-System aus­kommt – leicht zu bedienen und leicht zu pflegen.

www.eyedesign-photography.com
kompass / Logo und Kommuni­kations­medien
Die Initiative kompass der Hochschule Mannheim fördert den Dialog und die Fähig­keit von Studie­renden, über Fakul­täts­grenzen hinweg projekt­orientiert inter­diszi­plinär im Team zu arbeiten. kompass gibt den Studie­ren­den Orientierung und weist ihnen den Weg durchs Studium. Im Logo ist die Kompass­nadel in den Buchstaben o integriert und verdeutlicht somit den Begriffe »Kompass«. Durch sämt­liche Kommuni­kations­medien zieht sich eine maritime Sprache. Der Campus, aus Fakultäts­inseln bestehend, wird im Keyvisual zum un­erfor­schten Land, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden – eine Auf­forderung dem Tunnel­blick einzelner Diszi­plinen zu ent­kommen und eine ganz­heitliche Sicht ein­zun­ehmen.
Bläserjugend Baden­-Württemberg / Trennseiten, Gestaltung und Satz
Drei­teilige Buch­reihe für den Verein der Bläser­jugend Baden­-Württemberg. Die Trenn­seiten im violetten Band bestehen aus Portraits bekannter Musiker und Komponisten – ungewohnt in Szene gesetzt mit der Pro­grammier­sprache Processing. Kleinste Visua­lisierungs­einheit ist eine Note – ihre Größe ist abhängig von der Hellig­keit im ursprüng­lichen Portrait. Die Noten drehen sich um ihre eigene Achse: Mal sanft, mal dramatisch, mal chaotisch – so lassen sich die unter­schied­lichen Ansätze der Musik und ihrer Charaktere visua­lisieren. Im grünen Band sind auf den Trenn­seiten Noten­bändern eingesetzt, die sich räumlich bewegen. Hierbei lösen sich Noten von ihrem ursprüng­lichen Ort, fallen schwebend und drehen sich dabei drei­dimensional.
Big Bait / Logo und Kommunikations­medien
Big Bait Records ist ein Musik­label, das House veröffentlicht. Die Passion des Label­gründers ist Fischen und Angeln – und so erklärt sich auch das Naming, was so viel wie »Großer Fang« bedeutet. Im Logo wird diese Bedeutung wörtlich genommen und aus dem großen »B« im Wort­bild ein Angel­haken geformt. Die runde Außen­form des Logos erinnert einer­seits an das Maul eines Fischs, der ange­bissen hat und andererseits an das Label­produkt Vinyl­platten. Das Grafik­design auf den Platten­covern greift eben­falls die runde Form auf und zeigt seltene Wesen aus der Tief­see, die ins Netz gegan­gen sind.
PH Heidelberg / Faltblatt und Fotografie
Elmeb ist ein neuer Master­studien­gang für E-Learning und Medien­bildung an der Päda­gogischen Hoch­schule Heidelberg. Auf dem Titel­cover werden die neuen Unter­richts­formen in der Unschärfe gezeigt, die dabei sind sich heraus zu kristal­lisieren. Zum Gestaltungs­umfang gehört ein Foto­shooting vor Ort, ein Falt­blatt und ein Plakat, das den neuen Studien­gang ankündigt. Das Foto­shooting umfasst die Auf­nahme von Lehr­situa­tionen, die studen­tische Arbeit im Film­studio des Audio­visuellen Zentrums und Ein­drücke auf dem Campus der Hoch­schule sowie in der histo­rischen Alt­stadt.
Experimentelle Gestaltung / Responsive Webseite
Die Web­seite zum Buch »Experimentelle Gestaltung« ist ein klassisches Beispiel für responsives Web­design. Der Bilder werden je nach Browser­breite und End­gerät in vier, zwei oder einer Spalte dar­gestellt und befinden sich auf dunkel­grauem Unter­grund. Texte und Formulare dagegen sind auf einem hellen Grund mit einem Verlauf platziert. Schrift­größe und Spalten­breite hängen eben­falls von Browser­breite und End­gerät ab und passen sich im jeweiligen Fall an.
Dr. Cornelia Glaser / Wortmarke, Web­seite, User Experience
Medien­pädagogik als Fähig­keit zur reflexiven und analy­tischen Medien­kompetenz in Wort und Bild ist die Kern­kompetenz von Dr. Cornelia Glaser. Entsprechend verweist die Wort­marke auf ein technisches Artefakt des Print­prozesses, das durch das Medium blicken lässt – geringe Pass­ungenauig­keiten lassen einen schwarzen Schrift­zug plötzlich farbig und leicht ver­schwommen erscheinen. Die Web­seite kommt schlicht und aufgeräumt in der Form eines Dia­rahmens daher – ein Bild im Zentrum und typografisch insze­nierter Text sowie eine spiele­rische User Experience.

www.corneliaglaser.de
Gestalten mit Processing / Webseite und User Experience
Auf dieser Web­seite werden Werke von Studierenden meines Kurses »Gestalten mit Processing« dokumentiert. Herz­stück ist ein algori­thmisches Layout, das auf Java­Script basiert. Bilder werden in ihrer Größe analysiert und automatisch auf dem zur Verfügung stehenden Raum verteilt. Diese optimale Auf­teilung der Bild­plätze passt sich bei Veränderung der Browser­breite erneut an, sodass der Aufruf auf unter­schied­lichen End­geräten zu verschiedenen Bild­anord­nungen führt – ganz im Sinne vom Responsive Design, jedoch wesent­lich freier im gestalte­rischen Ausdruck.

www.marekslipek.de/processing
Cernlab / Webseite und User Experience
Cernlab ist eine experimen­telle Webseite für ein elektro­nisches Musik­projekt. Generative Gestaltung wird hier direkt im Browser verwendet. Die sich selbst erzeugen­den Muster erinnern an Materie­experimente in Teilchen­beschleunigern, bei denen Atome in immer kleinere Teilchen durch Kollision zer­fallen. Der Nach­weis solcher Teil­chen gelingt meist indirekt durch Spuren derselben, die sie auf Platten hinter­lassen. Diese Spuren haben oft geo­metrische Formen – ähnlich wie experi­mentelle Musik, die ebenfalls nach Mustern sucht.

www.cernlab.de
Frischzelle / Katalog
Frisch­zelle ist ein Festival für inter­mediale Improvi­sation und Komp­osition in Köln. Im zwei­sprachigen Katalog werden die bisherigen Aktivi­täten des Vereins für Zeit­kunst präsentiert. Das Titelcover ist mit einem besonderen Effekt inszeniert, der zum avant­gardis­tischen Thema passt – der Titel­text scheint schein­bar auf der Rück­seite durch. Im Inneren erhält der Inhalt einer­seits typo­grafisch Struktur und anderer­seits bekom­men die expressiven Bildern viel Platz, um ihre Wirkung zu ent­falten.
Experimentelle Gestaltung / Buchbeiträge
Das Buch »Experimentelle Gestaltung« vereinigt Gestaltungs­beispiele unter­schied­licher Grafik­designer und Künstler. Es zeigt, wie man Kreativität als wissen­schaft­liches Experiment anlegt. Meine eigenen Beiträge basieren alle auf Genera­tiver Gestal­tung – wie bei­spiels­weise die systema­tisch­-morpho­logische Unter­suchung der Parameter eines einfachen Stuhls. Dabei ver­wandelt sich der Stuhl zum einen in andere Möbel wie Hocker, Bank, Bett oder Doppel­bett – zum anderen in ungewöhn­liche teils absurde, uner­wartete und über­raschende Objekte.
Deutsches Studentenwerk / Generative Informationsillustrationen
Zum 30-jähri­gen Bestehen des Plakat­wett­bewerbs des Deutschen Studenten­werks entsteht ein Buch mit Plakat­ein­reichun­gen aus dieser Periode. Mein Beitrag sind gene­rative Infor­mations­illustra­tionen, die statis­tische Daten­materialien des Wett­bewerbs wie wachsende Teil­nehmer­zahl, wachsende Anzahl ein­gereich­ter Plakate, wachsende Anzahl einreichender Hoch­schulen oder das Verhältnis von Ein­reichenden zu Siegern ver­deut­lichen. Was wie illustriert daher­kommt, ist in Wirk­lich­keit program­miert und erzählt auf origi­nelle Art visuelle Geschich­ten.
Mut zur Wut 2018 / Plakat »Domspatzen«
Das Zölibat lastet auf Geist­lichen wie ein Fluch. Immer wieder werden Chor­knaben und andere junge Menschen unter der Obhut der katho­lischen Kirche miss­braucht. Wie sinnvoll ist diese selbst­verord­nete Ent­halt­samkeit, wenn sie zu solch offen­sicht­lichen Irr­wegen führt ? Die Regens­burger Dom­spatzen sind nur ein Vorfall von vielen. Violett gilt als religiöse eksta­tische Farbe. Die geistliche Figur wird zum bedroh­lichen Schatten, der die Kinder­figur mit dem Kopf in anzüg­licher Höhe umhüllt.
Mut zur Wut 2017 / Plakat »3k«
Jedes Land bekommt den Herrscher, den es verdient. Popu­listen zeichnen gerne schwarz­­weiße Bilder, um Stimmung zu machen. Stimmung gegen Ausländer, Stimmung gegen Anders­denkende. Die Welt wird in Gut und Böse polarisiert – auf der einen Seite die Unschuld in Person, auf der anderen das Satanische per se.
Mut zur Wut 2016 / Plakat »Camouflage Europe»
Europa tarnt sich vor Flücht­lingen. Europa zäunt sich mit Stachel­draht ein. Europa wird zunehmend militant, reaktionär, nationa­listisch und un­soli­darisch – die euro­päische Idee droht zu ver­schwimmen. Die Tendenz zur Radikali­sierung der Gesell­schaft schreitet fort.
Hochschultag 2009 / Plakat
Mein erstes größeres Projekt mit Generativer Gestaltung in Silber und Marine­blau auf A0 gedruckt. Dem Plakat liegen Buch­staben zugrunde, die sich in ein rhythmisch variierendes Muster aus diago­nalen kurzen Linien verwandeln. Die Buch­staben entstehen durch Ver­dichtung der Linien, während der Hinter­grund mit gelegent­lichen Arte­fakten aufge­lockert wird. Die Plakat­idee ist auch als Ani­mation angelegt. Dabei verändert sich das Gesamt­muster und pendelt zwischen Les­barkeit der Bot­schaft und abstrak­ter Grafik hin und her.
Vortrags­ankün­digung Götz Gramlich / Plakat
Götz Gramlich firmiert unter dem Namen »gggrafik« und ist Plakat­gestalter. Die drei »G« und ein Portrait von ihm sind der Aus­gangs­punkt der drei­teiligen, gene­rativ erzeugten Plakat­serie. Das aufgeras­terte Porträt besteht dem­entsprechend nicht wie üblich aus Raster­punkten, sondern aus zahl­reichen »G« als kleinste visuelle Elemente – angelegt in den drei Grund­farben Rot, Grün und Blau. Mit verschie­denen Rechen­opera­tionen werden Position und Rotation dieser Elementar­teilchen verändert. Die drei finalen Entwürfe sind eine gestal­terische Auswahl einer größeren gene­rativen Unter­suchung des Motivs.
Perspektiven im Lehramt / Plakat
Perspek­tiven im Lehramt ist ein neuer Studien­gang der Elektro­technik an der Hoch­schule Mannheim. Visualisiert wird das Wort »Perspektiven«. Jeder einzelne Buch­stabe erzählt eine bild­liche Geschichte, die mit Themen wie Schalt­kreisen, Konstruk­tion, Büchern und Rastern zu tun hat. Mit einem flachen Buch­staben ange­fangen öffnet sich mit jedem weiteren die Perspek­tive jedes folgenden Buch­stabens bis zur ganz­heit­lichen Perspek­tive – sowohl im wört­lichen als auch im bild­lichen Sinne.
Hochschultag 2015 / Plakat
Guillochen werden haupt­sächlich auf wichtigen offi­ziellen Dokumen­ten wie Geld­scheinen und Aktien ver­wendet. Neben ihrer Funktion als Fäl­schungs­siche­rung vermitteln sie Qualität und Wertig­keit. Feine Linien­zeich­nungen, die auf einer kompli­zierten Verket­tung eines ehemals mechanischen Räder­werks basieren, faszinieren den Betrach­ter durch Präzision und Detail­reichtum. Die ästhe­tischen Attribute von Guillochen finden auf dem Plakat des Hoch­schul­tags Verwendung, um das feier­liche Ereignis ästhe­tisch aufzuwerten. Das Spiel mit gegen­läu­figen Elementen erzeugt einen sub­tilen Kon­trast.
Hochschultag 2007 / Plakat
Buch­staben werden zu Glas­faser­kabeln, die sich räumlich durch­dringen, jedoch zum Betrach­ter hin sich als klare und les­bare Ankün­digung einer Veranstal­tung offenbaren. Die typische Eigen­schaft von Glas, Licht zu brechen, kommt hier intensiv zum Einsatz und erzeugt reiz­volle Reflexe. Formen durch­dringen und über­lagen sich, scheinen durch, werden optisch verzerrt. Die Typo­grafie greift hier und da die Bewegung der Kabel auf und löst sich zu­gleich auch wieder, um eigene Schwünge zu voll­ziehen. Die Hoch­schule zeigt als hier im Kleide moderner Techno­logie.
Hochschultag 2012 / Plakat
Feier­liche Ereignisse von Wichtig­keit werden gerne unter Einsatz pyro­techni­scher Mittel gewürdigt. Eben­solche finden auch hier ihren Einsatz, um die Buch­staben der Botschaft eines nahenden Ereig­nisses in ihre Einzel­teile zu zer­legen und punkt­förmig explosions­artig in alle Richtungen zu katapul­tieren und zu zer­streuen. Jedoch nur insoweit, dass die Bot­schaft noch erkenn­bar bleibt. Die Logik der zusätz­lichen Typo­grafie greift die expan­dierende Bewegung eines feier­lichen Feuer­werks auf und verstärkt das perspek­tivische Momentum.
Open Space – Zukunft gestalten / Plakat
Zukunft ist neu, Zukunft ist gerichtet, Zukunft hat eine Perspek­tive. Diese Kern­bot­schaften werden in ein schlichtes Ankün­digungs­plakat mit geringem Produk­tions­budget übersetzt. Leucht­magenta als Farbe symbolisiert das Neue. In der beton­grauen Umgebung der Hoch­schule bildet die kräftige Farb­fläche des Plakats einen Qualitäts­kontrast – ohne dass eine weitere Farbe nötig ist. Die perspek­tivische An­ordnung der Typo­grafie spielt mit der gleich­zeitigen zwei­dimen­sionalen Flächen­auf­tei­lung – die eine Hälfte Text, die andere Farb­fläche.
Komuko / Wording und Signet
Komuko ist die Abkürzung für Kommuni­kations­kompetenz. Es handelt sich hierbei um einen Kommuni­kations­berater und Mediator, der Schulungen im Medien­bereich und Schlich­tungen in Konflikt­situa­tionen anbietet. Das Signet sym­bolisiert Schlüssel­kompe­tenzen in zwischen­mensch­lichen Situa­tionen, von Angesicht zu Angesicht, von Kopf zu Kopf. Die jap­anische Anmutung des Wortes suggeriert asiatische Werte der Ausgeg­lichen­heit und innerer Ruhe – verstärkt durch die beiden Blau­töne des Signets.
JPM-Software / Wortmarke
JPM­-Software ist eine Computer­firma, die Sofware­program­mierung und IT­-Dienste an­bietet. JPM steht für Jens­-Peter Misch – dem Kopf, der hinter diesem Unter­nehmen steckt. Die Wort­marke basiert auf einem gestalt­psycho­logischen Vexier­bild. Der Buch­stabe »s«, als verbin­dendes Element zwischen den beiden Wort­teilen, bildet sich aus den umgeben­den Formen. Software­program­mierung als geistige Leistung materia­lisiert sich in Code, ebenso wie der Vexier­buch­stabe »s«. Wie ein Magier zaubert das Unter­nehmen Software für ihre Kunden aus dem schein­baren Nichts.
Universität Heidelberg / Wortmarke
Ver­bindende Elemente bilden die Grund­idee der Wort­marke für die Univer­sität Heidelberg. Wie ein chemisches Grund­gerüst – das seine Arme nach anderen Teilen der Materie aus­streckt und Brücken zwischen ihnen bildet – fungieren die verti­kalen Doppel­striche, um Wort­teile mitein­ander zu verbinden und Fakul­täten und Institute darin zu sub­summieren. Dabei codiert ein Blau­grün die Univer­sität selbst und bildet gleich­zeitig einen farb­lichen Hinweis auf die weit bekannte Medi­zinische Abtei­lung. Rot markiert Fakul­täten und Orange Insti­tute. Der Drei­klang an sich symbo­lisiert könig­liche Anmutung in Anbe­tracht der langen Geschichte der Universi­tät auf eine moderne Art.
WLAN­-Markierung / Aktions­zeichen
Der IT-Service hat auf dem ganzen Campus der Hoc­hschule Mannheim WLAN­-Stationen verteilt. Die Reich­weite dieser Stationen ist begrenzt, und so ist es von Vorteil zu wissen, ob sich in der Nähe ein mobiler Netz­zugang befindet. Um die WLAN­-Hotspots visuell zu markieren und auf sie auf­merksam zu machen, dient ein Aktions­zeichen, das als Auf­kleber zum Einsatz kommt. Das ganze Wort klein­geschrieben als »wlan« wirkt wie eine Antenne – verstärkt durch die typischen Funk­wellen.
Epyxs / Signet und Kommunikation­smittel
Epyxs ist ein Techno­logie­-Startup, das Produkte mit opti­schen Markern gegen Fäl­schungen sichert. Das Zeichen besteht aus Punkten, die in Form eines Hexagons angeord­net sind. Die Punkte ver­weisen auf die vom Unter­nehmen verwen­dete optische Techno­logie, die in visuellen Mustern Information speichert. Das Hexagon symbolisiert – mit der aus Natur und Archi­tektur bekannten stabilen Grund­form – Sicherheit und Schutz. Produkt­sub­marken werden durch einen Schrift­mix in den Marken­kern inte­griert.

www.epyxs.com
Schriftgestaltung
Schrift­gestaltung hat eine lange Form­geschichte, die bis zu den Anfängen des Handels von Phöniziern im antiken Mittel­meer­raum reicht. Um eine Brot­schrift zu gestalten, braucht man zum einen techno­logische Kennt­nisse zum anderen das Ver­ständnis der Schrift­entwicklung. Meine Experi­mentier­phase umfasst mehrere Display­schriften sowie eine Brot­schrift in verschie­denen Schrift­schnitten. Die Beschäf­tigung mit Schrift­gestaltung erweitert meine Möglich­keiten beim Gestalten von Zeichen, Wort­marken und Logos.

Hochschule Mannheim / Weihnachtskarten
Klischees ver­meiden und dennoch Origina­lität beweisen heißt die Devise beim Gestalten von Weihnachts­karten. Wie sieht Weih­nachten an einer technisch orien­tierten Hoch­schule aus? Mit modulier­tem Strom eines Synthe­sizers wird auf einem Oszil­loskop ein Weih­nachts­baum visualisiert. Bei der zweiten Karte wird das Hoch­schul­logo zur Sternen­agglo­meration im Universum – ein besinn­liches Fest unter einem funkelnden Sternen­himmel, die Hoch­schule Mann­heim als Sternen­bild.
 
 

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